Über 100-jährige Firmentradition
Was im Jahre 1903 mit einer bescheidenen aus Wasserkraft betriebenen Sägerei begann, ist 100 Jahre später auf dem modernsten technischen Stand. Die August Brühwiler AG hat nicht nur ihre Produktionsstätten ständig erweitert, sondern sich auch flächenmässig stark ausgeweitet. Der Hinterthurgauer Holzindustriebetrieb gehört heute landesweit zu den Grössten der Branche. Die zwei firmeneigenen Lastwagen beliefern Holzbauer und Schreinereibetriebe in der gesamten Deutschschweiz sowie im angrenzenden süddeutschen Raum. Lieferte zu Beginn des letzten Jahrhunderts die für die Sägerei eigens umgeleitete «Lützelmurg» die notwendige Energie, ersetzte die zweite Generation das Mühlrad durch eine Wasserturbine. Wenn im Jahre 1911 der erste Elektromotor installiert wurde, so dienten die Ochsen des angegliederten Landwirtschaftsbetriebes lange Jahre als leistungsfähiges Transportmittel. Mit August Brühwiler-Erni wurde im Jahre 1943 eine neue Epoche eingeleitet. Mutig, zielstrebig und mit viel unternehmerischem Feingefühl legte der Unternehmer die Weichen, die bis in die Gegenwart reichen. Heute wird der Betrieb von August und David Brühwiler sowie Rolf Schwager-Brühwiler in der vierten und fünften Generation geführt. Das Familienunternehmen beschäftigt 38 Angestellte.





Rundholz aus der Region
In dem im Jahre 1997 komplett erneuerten Sägewerk werden jährlich rund 30’000m3 Rundholz aus der Region geschnitten. Auf der hochmodernen CNC-gesteuerten Hobelmaschine, welche nicht nur im Baujahr 1996, sondern noch heute als modernste Europas bezeichnet wird, werden jährlich rund 10’000m3 Schnittholz zu Täfer für den Innen- und Holzschalungen für den Aussenbereich verarbeitet. Durch die Lackierstrasse fliessen jährlich gegen 100'000 Liter lösemittelfreie in mehr als zweitausend Farbtönen erhältliche Lasuren und Lacke. Um die sinkende Nachfrage nach klassischen frisch geschnittenen Sägereiprodukten aufzufangen und um das in grossen Mengen anfallende Sturm- und Käferholz zu verarbeiteten, realisierte das Unternehmen im Jahre 2000 mit der Inbetriebnahme eines Leimwerkes in Fimmelsberg Bissegg eine weitere Produktionsstätte. Unter dem Motto «Leimholz aus dem Thurgau» werden jährlich rund 10'000 m3 Rundholz aus der Region zu Leim- und Brettschichtholz verarbeitet.

Pioniere
Die Firma August Brühwiler AG hat in vielen Beziehungen Pionierarbeit geleistet. So läutete das Hinterthurgauer Unternehmen mit dem Bau des Lackierwerkes im Jahre 1986, respektive mit der ausschliesslichen Verwendung von lösemittelfreien Produkten eine neue Zeitepoche ein. Ganze fünf Jahre dauerte es, bis sich auf dem Markt ein zweiter Mitbewerber mit lösemittelfreien Produkten blicken liess. Im Bereich der Oberflächenbehandlungen gilt das Hinterthurgauer Unternehmen auch heute noch als Vorreiter. Werden doch in enger Zusammenarbeit mit der bernischen Firma Böhme AG fast Jahr für Jahr neue Akzente gesetzt. Mit der Lancierung der Produkte Aqua-Stop und ASS-Alu-Systemen, einer völlig wasserabstossenden und mit einem Schieferdach vergleichbaren lösemittelfreien Oberflächenbehandlung ist den beiden Familienunternehmen ein weiterer Quantensprung gelungen.

Ein ganzer Dorfteil bezieht Wärme
Als in Balterswil im Jahre 1987 landesweit das erste öffentliche Fernwärmeprojekt realisiert wurde, gaben sich Radio- und Fernsehstationen und Journalisten aus dem ganzen Land die Türklinke. Das umweltfreundliche Pilotprojekt fand viele Nachahmer. Rund 5500m3 Späne und Schnitzel, sogenannte Nebenprodukte liefern den rund 300 in der Fernwärmezone liegenden Wohneinheiten Wärme und Heisswasser. Die neueste Investition galt einer komplett neuen Lackierstrasse, welche im 2002 in Betrieb genommen wurde und dank welcher auch Platten industriell beschichtet werden können.


Firmenchronik
1903                  Gründung des Familienunternehmens
1946 Totalbrand Sägerei
1947 Bezug Neubau Sägereibetrieb
1972 Inbetriebnahme der modernisierten Sägereistrasse
1981 Erweiterung und Neubau Hobelwerk
1985 Realisierung des Pionierprojektes Fernwärme
Ein ganzes Dorfquartier bezieht Wärme aus Sägerei-Nebenprodukten
1986 Neubau Lackierwerk
Beginn der Wasserlackzeit - im neuen Lackierwerk werden ausschliesslich lösemittelfreie Lasuren und Lacke verwendet
1990 Inbetriebnahme der Lattenhoblerei
1990 Modernisierung der Hobelstrasse
1995 Inbetriebnahme CNC Super Mondial
Die neue Generation im Hobelwerk
1997 Totalbrand Sägerei und Ausstellungsgebäude
1998 Inbetriebnahme des neuen Sägewerkes mit integriertem Rundholzplatz
Eröffnung der erweiterten Ausstellung im Neubau
2000 Neubau Leimwerk in Fimmelsberg Bissegg
2002 Inbetriebnahme der neuen Lackierstrasse
für die hochmoderne Oberflächenbehandlung von Schalungen, Täfer, Plattenwerkstoffen usw. Halbfabrikaten
2003 Unsere Firma feiert ihren 100. Geburtstag
Anzahl Mitarbeiter: 38